"Der Rasen mäht sich nicht von selbst" ... oder etwa doch?

Diplomanden der HTL Hollabrunn arbeiten aktuell an einer GPS-Anwendung, die das langwierige Rasenmähen automatisieren soll.

Ein kleiner Rasenmähroboter, der keinen Begrenzungsdraht braucht, um den Garten gezielt und alleine abzufahren? Er braucht die Fläche nur einmal zu vermessen und kann dann jederzeit erneut eingesetzt werden? Das klingt nach Zukunftsmusik, doch genau daran arbeiten die Diplomanden der Abteilung für Elektrotechnik.

Der Roboter soll, nachdem er den Garten einmal vermessen hat, diesen wieder und wieder komplett eigenständig abfahren können - und das in einer beeindruckenden Zeit, da er nicht mehr unkoordiniert von A nach B und zurück fährt, sondern gezielt Flächen abarbeiten kann.

Aktuell steht die Implementierung der Steuerung, entweder durch Controller oder Handy, im Vordergrund. Diese soll zur einmaligen Vermessung dienen. Im darauffolgenden Schritt sollen Berechnungsprogramme und Sensoren hinzugefügt werden.

Da das System auf 1 bis 2 cm genau funktionieren soll, bieten sich neben dem simplen Mähen des Rasens noch andere Anwendungsbereiche für eine solche Steuerung an. Diese reichen von zentimetergenauen Ausrichtungen von Objekten wie Windrädern über das Steuern von Traktoren auf Feldern bis hin zu exaktem Orten von Lawinenopfern, verloren gegangenen Wanderern oder abgestürzten Flugzeugen.

Durch Partnerschaften mit Firmen wie EVN, Leica und Viking werden die Diplomanden unterstützt und mit notwendigen Informationen beliefert, um die Entwicklung dieses Konzeptes fertigstellen zu können. So überreichte Thomas Baudisch von der EVN dem Projekteam (Helena Rissling, Gabriel Kopper und Betreuer Walter Führer) vor kurzem eine Doppelfrequenzantenne, eine elementare Voraussetzung, um das Projektziel zu erreichen. Diese wurde auch anschließend von Norbert Litsch vor Ort erläutert.

Projektinfos unter: walter.fuehrer(at)htl-hl.ac.at

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