Im Zuge dieser Diplomarbeit wird ein digitales Lernspiel entwickelt, das Schüler:innen der HTL auf spielerische Weise zentrale Grundlagen der Fotografie vermittelt. Im Mittelpunkt steht dabei das sogenannte Belichtungsdreieck, also das Zusammenspiel von ISO, Blende und Belichtungszeit, dessen Verständnis für das Fotografieren essenziell ist. Ziel des Projekts ist es, diesen komplexen Zusammenhang anschaulich, interaktiv und einfach zugänglich zu machen.
Die Umsetzung des Spiels erfolgt in der Unity-Engine. Die Spieler:innen bewegen sich in einer 3D-Umgebung, die in einem modernen Low-Poly-3D-Stil, der bewusst ressourcenschonend, aber dennoch atmosphärisch gestaltet ist und erfüllen dort verschiedene Quests, bei denen mit einer virtuellen Kamera fotografiert werden muss. Um eine Quest erfolgreich abzuschließen, müssen die Einstellungen der Kamera passend gewählt werden, sodass ein inhaltlich und technisch gutes Foto entsteht.
Im Kamera-Overlay können die Belichtungswerte direkt durch Scrollen angepasst werden, ein integriertes Bewertungssystem analysiert dann die gemachten Fotos anhand einer mathematischen Formel und vergibt dementsprechend Punkte, wodurch die Wirkung unterschiedlicher Kameraeinstellungen sofort visuell dargestellt wird.
Neben den didaktischen Aspekten lag ein weiterer Schwerpunkt des Projekts auf der kreativen und technischen Umsetzung. Charaktere wurden individuell entworfen, 3D-Objekte wurden selbst modelliert, und ein Großteil der Funktionalität, neben den von Unity beigelegten Mechaniken, wurde eigens programmiert.



