Verständnis und Verständigung: Vortrag von Simon Bordt an der HTL

Knapp vor Weihnachten erlebten die Schülerinnen und Schüler unserer 4. Jahrgänge der Abteilung für Wirtschaftsingenieure einen fesselnden Vortrag von Simon Bordt, dem stellvertretenden Obmann des Vereins NEWO - ZIRO Sinti Kulturverein.

Genau vor 30 Jahren wurden Sinti und Roma als österreichische Volksgruppen offiziell anerkannt. Passend dazu hielt Simon Bordt, der selbst Absolvent unserer Schule ist, einen fesselnden Vortrag.  

Er beschäftigte sich mit Vorurteilen bei jungen Menschen, die durch Aufklärung, Information und das Teilen positiver Erlebnisse überwunden werden können. Bordt betonte die Bedeutung der Interaktion auf Augenhöhe als Schlüssel zur Überbrückung von Unterschieden.

Gemeinsam mit Historikern und mit Unterstützung des Bundeskanzleramts setzt sich der Verein NEWO - ZIRO das Ziel, mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Schichten und Kulturkreisen in Kontakt zu treten. Dabei geht es darum, aufzuklären und zu vermitteln. Ein Großteil der existierenden Vorurteile gegenüber Sinti, Roma und Juden wurzelt in der Zeit des Nationalsozialismus und fand auch Einzug in das Bildungssystem. Daher sind derartige Vorträge von großer Bedeutung.

Solche Veranstaltungen vermitteln nicht nur Grundlagenwissen über die Kultur, Geschichte und Sprache der Minderheit, sondern informieren auch über die aktuelle Situation der Sinti und Roma in Österreich und der EU. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei darauf, wie man mit Ausgrenzung und Diskriminierung im eigenen Umfeld umgehen sollte. Bordt hob zudem die Gefahren in der digitalen Welt hervor, in der Fake-News immer schwerer zu erkennen sind.  

Von einem ehemaligen Mitschüler so einen Vortrag zu hören und mit ihm in eine intensive Diskussion einzusteigen, trägt viel dazu bei, Vorurteile zu erkennen und Barrieren abzubauen. Es fördert das Verständnis für ein gutes Miteinander und hilft, an einer inklusiveren Gesellschaft zu arbeiten.

More Interesting Posts