Der Babyelefant allein genügt nicht

HTL Hollabrunn setzt nun auf Luftgütemessung in allen Klassen

Die meisten von uns kennen das Gefühl, wenn die Luft sich langsam abgestanden und ausgelaugt anfühlt, ja wenn sie, im Dialekt gesprochen, gewissermaßen „steht“, sobald sich viele Menschen in einem Raum befinden. Letztes Jahr hätte man in solchen Situationen wohl noch nicht daran gedacht, dass ein derartiges „Mikroklima“ auch eines ist, in dem sich Viren und andere Krankheitserreger so richtig wohlfühlen.

Die Corona-Krise hat diese Betrachtung geändert, weshalb nun auch ein eigenes „Positionspapier zur Lüftung von Schul- und Unterrichtsräumen“ vorliegt. Dieses gibt an, dass die CO2-Konzentration der Raumluft im Durchschnitt höchstens 1000 „parts per million“ (das entspricht rund 0,1 Volumsprozent) betragen solle. Wird dieser Wert überschritten, ist intensives Lüften erforderlich, um das Ansteckungsrisiko durch das Corona-Virus zu reduzieren. 

Lüftungsampel gibt Warnsignal 

Das Hollabrunner Technik-Leistungszentrum macht seinem Namen nun alle Ehre und installierte in den letzten Tagen in sämtlichen Unterrichtsräumen eine sogenannte „Lüftungsampel“. Diese misst permanent den CO2-Gehalt der Raumluft und zeigt ihn am Display gut sichtbar an. Ab dem besagten Grenzwert von 1000 ppm beginnt eine orange Leuchtdiode zu leuchten, wird nicht reagiert, blinkt ab 1200 ppm eine rote Leuchtdiode. Nun ist es höchst an der Zeit, mit entsprechenden Lüftungsmaßnahmen entgegenzusteuern. 

Um auch den zeitlichen Verlauf der Luftwerte aufzeichnen und analysieren zu können, ist zusätzlich geplant, sämtliche Geräte ins schulinterne W-LAN zu integrieren. Dem aus mancher Werbung bekannten Slogan „Vorsprung durch Technik“ dürfte somit auch in dieser angespannten Unterrichtssituation Genüge getan sein. Durch die Realisierung der Lüftungsampel soll ein weiterer Beitrag für einen sicheren Alltag im Präsenzunterricht geleistet werden. 

(NEUB) 

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