Am Montagmorgen erfolgte die Anreise, dafür traf sich die Klasse kurz vor 8 Uhr am Wiener Hauptbahnhof. Im bequemen Railjet mit zwei Vierertischen zum Kartenspielen wurde die Reise angetreten. Ein kurzer Umstieg in Innsbruck war mittags nötig, danach kam der steile Anstieg zum Brenner hinauf. Dabei wurde den Weinviertlern die zentrale Bedeutung dieser transalpinen Verkehrsachse bewusst. Ab dann war alles zweisprachig und die Schüler waren von der Präsenz des Italienischen in Südtirol durchaus beeindruckt. Bozen begrüßte die Gäste mit sonnigem Wetter und herzhafter Kulinarik.
Der Dienstag wurde zur Vernetzung der SchülerInnen ein gemeinsames Frühstück in der Gastschule abgehalten. Die Hollabrunner wurden vom Direktor der Technischen Fachoberschule (kurz TFO) Bozen begrüßt und im Anschluss die Schulen gegenseitig vorgestellt. Es gibt viele Gemeinsamkeiten: Logistik ist an beiden Schulen zentraler Teil der Ausbildung: Produktions- und Verkehrsplanung, Simulation und Optimierung von Materialflüssen und Prozessen, Palettierung mittels Robotern, Projektorientierung und Werkstättenunterricht, Laboratorien und 3D-Druck. Während in Hollabrunn ein Helikopter in der Aula steht, ist in Bozen wegen des Raketenpioniers und Namensgebers Max Valier ein Flugzeug vor der Schule ausgestellt. Gemeinsam ist, dass alle Logistikerinnen und Logistiker besonders mit Entrepreneurship und im Unternehmertum gefördert werden. Nach dem Schulbesuch wurde den Hollabrunnern von den Südtiroler Schülern die Geschichte Südtirols nähergebracht.
Am Mittwoch nahmen die Schüler am Unterricht teil: Einfache elektrische Schaltpläne zur Ansteuerung von Motoren wurden gemeinsam verkabelt. Die Aufgabenstellungen in Südtirol und Niederösterreich sind dabei sehr ähnlich. Danach wurden Produktionsprozesse im Logistik-Labor optimiert: Bauanleitungen, Serienfertigung, Lagerhaltung, Kanban-Systeme wurden an einem Lego-Bausatz spielerisch erprobt. Dabei kam es zum Wettstreit, welche Gruppe durch Optimierungen schneller und in besserer Qualität produzieren konnte.
Eine Betriebsbesichtigung bei dem hochklassigen Waffelproduzenten Loacker erfolgte am Donnerstag. Gekleidet wie die Spurensicherung der Polizei konnten Waffelmaschinen, Keksstanzen, Schokoüberzuganlagen sowie die Verpackungs- und Versandlogistik besichtigt werden. Die Schülerinnen und Schüler durften sich durch zahlreiche Kostproben von der Produktqualität überzeugen. Beim gemeinsamen Nachmittagsunterricht erfolgte ein Austausch über die Junior Companies. Die gegründeten Firmen beider Schulen wurden von den Schülerinnen und Schülern vorgestellt.
Die Heimreise per Bahn erfolgt am Freitag. „Die Dolomiten grüßen uns von Ferne, in roter Glut zum letzten Lebewohl“. Die 4AHWIL nimmt viele Eindrücke mit und möchte sich herzlich bei der 4LogA und den Lehrpersonen der TFO Bozen bedanken. Freundschaften sind entstanden und die gemeinsame Zeit war überaus angenehm und lehrreich für beide Seiten. Neben der Logistik sind der Austausch über Kultur und die gemeinsamen europäischen Perspektiven hervorzuheben. Dank gilt auch den Schulleitungen und ErasmuskoordinatorInnen.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!
LINK DER TFO: https://www.tfobz.it/
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