Im Rahmen einer Diplomarbeit wurde ein System zur digitalen Audioverarbeitung entwickelt, das moderne Mikrocontrollertechnik mit benutzerfreundlicher Bedienung verbindet. Kernstück des Projekts ist eine eigens entworfene Audioplatine mit zwei Klinkenanschlüssen für Ein- und Ausgang. Analoge Signale werden darüber aufgenommen, digitalisiert, verarbeitet und anschließend wieder ausgegeben. Die Kommunikation zwischen Audioplatine und Mikrocontroller erfolgt über das I²S-Protokoll.
Als Recheneinheit kommt ein STM32F303RET6-Mikrocontroller zum Einsatz, der sowohl die Signalverarbeitung als auch die Signalgenerierung übernimmt. Die Steuerung erfolgt über ein Nextion-Touchdisplay, das eine intuitive Auswahl von Effektmodi, Signalgeneratoren und Lautstärkeregelungen ermöglicht.
Das System bietet eine breite Palette an Audioeffekten: Neben Pitch-Shift, Reverb und Wah-Wah steht auch ein Frequency-Split zur Verfügung, der tiefe und hohe Frequenzen getrennt auf die beiden Stereo-Kanäle ausgibt. Ergänzend dazu sind mehrere Signalgeneratoren integriert, die unterschiedliche Wellenformen wie Sinus, Dreieck, Sägezahn, Rechteck oder AM-Signale erzeugen können.
Die „Digitale Audio-Effektbox“ demonstriert eindrucksvoll, wie mit gezieltem Einsatz von Mikrocontrollertechnik, eigener Hardwareentwicklung und moderner Benutzeroberfläche vielseitige Lösungen in der Audiotechnik entstehen können.




