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28.08.2011

Schadensanalyse von Windkraftanlagen per Video

Zwei Diplomanden der HTL Hollabrunn Abteilung Elektronik entwickelten im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit der Unterstützung von Windkraft Simonsfeld ein Videosystem zur Schadensanalyse von Windrädern.

Die Analyse von Schäden an einigen schwer zugänglichen Punkten stößt bei Windkraftanlagen an die Grenzen des Machbaren. Solange sich ein Rotor dreht, ist die Schadensanalyse in seinem Inneren schwer. Genau hier setzte das Forschungsprojekt von Anton Weinwurm aus Obritz und Sebastian Beyer aus Watzelsdorf an, denn sie entwickelten gemeinsam mit ihrem Betreuer DI Erwin Dobart ein Videosystem, das sich auch in drehenden Rotornaben installieren lässt. Die Kamera im drehenden Rotor ist mit einem Laptop vernetzt und ermöglicht so die Beobachtung von außen während der Bewegung. Im Rahmen des Forschungsprojektes wurde auch eine Software kreiert, welche mit einer Bewegungskennung, Abweichungen von der Norm erkennt und aufzeigt.

"Die Auswertung der Filme ist für uns sehr aufschlussreich und ermöglicht eine treffsichere und kostengünstige Schadensanalyse", freut sich der CMS- Leiter Dieter Schreiber von Windkraft Simonsfeld über das neue Tool. "Am freien Markt hätte die Entwicklung eines derart spezialisierten Instrumentes gut und gerne EUR 20.000  gekostet", ist sich Schreiber sicher. Das CMS Team wird auf den Prototyp in sehr speziell gelagerten Schadensfällen zurückgreifen und so aufwendigere Analysen ersetzen.

Die Entwicklung von Hard- und Software hat ein volles Jahr in Anspruch genommen und wurde mit EUR 5.000 aus Mitteln der Forschungsförderungsgesellschaft unterstützt. Die Windkraft Simonsfeld AG hat Material im Wert von EUR 800  beigesteuert. Die Entwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit von Schülern, Lehrkräften und CMS Abteilung.

Von der Leistung der beiden frisch gebackenen Maturanten ist Dieter Schreiber begeistert: "An die tausend Arbeitsstunden haben die beiden Projektanten investiert und nach einem Jahr eine nicht nur sehr professionelle Arbeit abgeliefert, sondern einen Prototypen entwickelt, der in der Praxis wertvolle Arbeit leisten wird!"