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News & Events

02.06.2015

Exkursion der 4. Jahrgänge der Wirtschaftsingenieure nach München

Von der Theorie in die Praxis: Industrielle Fertigung, Automatisierung, Robotik, Logistik, Qualitätskontrolle u. v. a. m. waren Themen der 5-tägigen Exkursion nach München.

Vetropack, Pöchlarn

Vetropack, Pöchlarn

MAN, München

MAN, München

Allianz Arena, München

Allianz Arena, München

BMW, München

BMW, München

Montag, 18.05.2015: Faszination Glas

Erste Station auf dem Weg nach München war das Glaswerk der Vetropack Austria GmbH in Pöchlarn. Bei rund 1600 Grad Celsius werden die Rohstoffe und Altglas geschmolzen, glühende Glastropfen werden von der kontinuierlich nachfließenden Glasschmelze abgeschnitten und nach einem ausgeklügelten logistischen Verfahren auf die einzelnen Stationen verteilt und zu Fertigformen verarbeitet. Strenge Qualitätskontrollen sichern hohe Qualität. Ein weitgehend automatisierter Verpackungsprozess garantiert hygienisch einwandfreie Lager- und Transporteinheiten.

Dienstag 19.05.2015: Deutsches Museum, MAN

Das auf der Museumsinsel in der Isar gelegene Museum ist das größte naturwissenschaftlich-technische Museum der Welt mit einer Ausstellungsfläche von 66.000 m². Zum Zeitpunkt unseres Besuches fand gerade eine Sonderausstellung über Carbon statt, die sehr interessant war, da dieser Werkstoff schon in diversen Unterrichtsfächern besprochen wurde. Der Besuch im Deutschen Museum war sehr lehrreich und ist im Zuge eines München-Aufenthaltes eine wichtige und vor allem traditionelle Sehenswürdigkeit und als diese auch empfehlenswert.

Nach der Mittagspause fuhren wir mit dem Bus zum Firmengelände der Firma MAN. Im Truck-Forum durften wir auch in ausgestellten LKWs unterschiedlicher Größe und Bauart probesitzen. Nach einer kurzen Präsentation des Unternehmens MAN, der Produktpalette und der Geschichte besichtigten wir die Produktion der Achsen, die Montage der LKWs und den Zusammenbau der Fahrerkabinen. Sehr beeindruckend war, dass der Transport in der Produktion von einem Produktionsschritt zum nächsten über ein fahrerloses Transportsystem passiert, welches sich durch im Boden verlegte Induktionsschleifen orientiert und durch SPS gesteuert wird.

Mittwoch 12.05.2015: BMW, Allianz-Arena

Die BMW-Welt liegt im Norden von München, direkt neben dem Olympiapark. Dort konnten wir uns frei bewegen und uns die verschiedensten Modelle ansehen; vom Motorrad, über den 1er BMW, bis hin zu den leistungsstarken M-Modellen mit mehreren 100 PS. In einige dieser Autos durften wir uns auch hineinsetzen, um den Komfort zu testen und das Interieur zu bewundern. Nachdem wir uns in der BMW-Welt ausreichend umgesehen hatten, schauten wir uns auch noch das auf der anderen Straßenseite liegende BMW-Museum an. Dort sind neben leistungsschwächeren Modellen aus der Nachkriegszeit auch Formel 1-Wagen der Marke BMW Sauber, die vom Jahre 2006 bis 2009 im Einsatz waren, ausgestellt. Man konnte auch einige Tourenwagen, die jedes Jahr am 24h-Rennen am Nürburgring teilnehmen, bestaunen. Sehr interessant waren auch die Motoren, welche diese Modelle antreiben. Es waren aber nicht nur diese Antriebe zu sehen, sondern auch einige, die früher in Flugzeugen oder Schiffen eingebaut waren. Anschließend hatten wir noch eine eigene Führung in der BMW-Welt. Dabei konnten wir in Erfahrung bringen, dass zu der BMW AG nicht nur die BMW-Modelle gehören, sondern auch die Marken "Rolls Royce" und "Mini". Weiters stellt BMW auch elektrisch betriebene Autos wie den BMW i3 und den BMW i8 her. Letzterer wird aber nur teilweise durch Strom angetrieben.

Nach einem anstrengenden Vormittag chauffierte uns der Busfahrer in den Norden von München zur Allianz Arena, der Spielstätte des FC Bayern München und der "Löwen", dem TSV 1860 München. Die imposante Außenhaut des Stadions besteht aus 2760 einzeln angefertigten Folienkissen, die mit Luft gefüllt sind. Zur Beleuchtung werden einfache Leuchtstoffröhren verwendet. Diese können in den Farben Rot, Blau, Weiß oder Grün erstrahlen. Das Stadion, welches bei Bundesligaspielen Platz für 75.000 Menschen bietet, ist seit der Eröffnung im Jahre 2005 bei jedem Spiel des FC Bayern ausverkauft. Die Allianz Arena teilt sich in einen Nord- und einen Südteil mit je 2 Spielerkabinen. Im Süden ist der FC Bayern beheimatet und im Norden der TSV 1860 bzw. die deutsche Nationalmannschaft bei internationalen Spielen. Das Stadion beinhaltet auch 106 Logen, die zwischen dem 2. und dem 3. Rang liegen. Um so eine Loge zu bekommen, muss man jedoch, je nach Größe, eine stolze Summe von bis zu einer viertel Million Euro jährlich bezahlen. Einige große Unternehmen wie Allianz, Audi, VW, Adidas etc. haben diese Logen auf 5 Jahre im Voraus gemietet und können sie rund um die Uhr benützen.

Am späten Nachmittag besuchten wir noch das BMW-Werk in Dingolfing, welches sich eine Autostunde nordöstlich von München befindet. Mit 2,45 Millionen m² Firmenareal ist dies weltweit das größte Werk von BMW. Im Zuge einer 2-stündigen Führung konnten wir verfolgen, wie die einzelnen Teile gepresst und anschließend von den dortigen 2000 Robotern zur Karosserie zusammengeschweißt bzw. -geklebt werden. In einer anderen Halle werden die einzelnen Teile wie das Armaturenbrett, der Motor und die Räder am Fahrzeug befestigt. Im Werk in Dingolfing werden täglich bis zu 1500 Autos gefertigt, das ist im Schnitt ein Auto pro Minute.

Donnerstag 21.05.2015: Bavaria Filmstudios, Bullyversum, Sea Life

Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus an den Rand Münchens zu der Bavaria Filmstadt, jene Filmstudios, in denen bekannte Blockbuster wie "Der Schuh des Manitu", "(T)Raumschiff Surprise" oder aktuell "Big Game" mit Samuel L. Jackson gedreht werden/wurden. Die Führung durch das Gelände begann mit einem kurzen 4D-Kinofilm. Dabei werden zusätzlich zum bekannten 3D-Effekt die Erschütterungen durch die Sessel auf den Zuschauer übertragen. Visual Effects sind für moderne Filme unverzichtbar. Die Gruppe wurde eingeladen, selbst kurze Ausschnitte aus Serien oder Filmen vor einem greenscreen nachzuspielen. Mithilfe der Visual Effects wurde ein anderer Hintergrund eingeblendet, wodurch es so aussah, als würde man zum Beispiel auf einem fahrenden Zug stehen.

Anschließend besuchten wir das Bullyversum, eine Film-Entdeckerwelt. Dort werden Shows, interaktives Kino und Spiele rund um die Filme von Bully Herbig vorgeführt. Im Apachen Crashkurs zum Beispiel frägt Abahachi die Gäste zum Thema Apachen, und auf dem goldenen Zeitsofa hilft man mithilfe von Handscannern die Welt zu retten. In den Synchronkabinen kann man sein Geschick als Synchronsprecher unter Beweis stellen und einen Filmausschnitt aus "Lissi und der wilde Kaiser" nachsprechen.

Am späteren Nachmittag stand SEA LIFE München auf dem Programm. Dort sind insgesamt ca. 4000 verschiedene Meeresbewohner zu bestaunen. Von den kleinsten Seepferdchen bis zu riesigen Haien sind in den 33 Becken und Aquarien viele Wasserlebewesen zu bestaunen.