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21.05.2015

3AHWIL in Rom

Eine unvergessliche Auslandsexkursion führte die SchülerInnen der 3. Klasse Logistik der Wirtschaftsingenieure nach Italien.

Die Idee dazu wurde am Beginn des Schuljahres von Schülern der Klasse mit ihrer Religionslehrerin Frau Dr. Hölscher geboren. 

Nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten traten am 11. Mai 17 Schüler und 2 Schülerinnen mit Dr. Hölscher und Begleitlehrer Mag. Kriechbaum die Fahrt mit dem Nachtzug nach Italien an. In Florenz wurde die Klasse von HTL-Direktor Bodei in Empfang genommen. Von ihm stammte die Idee zum Besuch des geothermischen Kraftwerkes in Larderello, welches schon vor Jahren das Ziel von SchülerInnen der HTL Hollabrunn war.

Der Direktor präsentierte zuerst seine Italienerfahrung und führte die Gruppe in der kurzen Zeit z.B. zum Florentiner Dom und die Ponte Vecchio.

Nach einer zweistündigen Fahrt durch die traumhafte Landschaft der Toskana traf die Gruppe beim geothermischen Zentrum in Larderello ein . Die Führung begann in einem Museum, wo die historische Entwicklung gezeigt wurde.

Beeindruckend war danach eine Vorführung: Eine Düse wurde geöffnet, aus welcher der Wasserdampf mit hohem Druck aus der Erde schoss. Eine meterhohe Dampfsäule mit der Lautstärke eines startenden Flugzeuges konnte bestaunt werden.

Danach wurde beim Kraftwerk die Funktionsweise erneuerbarer Energiegewinnung erklärt.

Nachdem sich der Direktor von allen verabschiedet hatte, war der nächste Programmpunkt die abenteuerliche Fahrt nach Rom, denn offensichtlich halten sich viele Autofahrer in Italien nicht an Tempolimits.

In Rom bezog die Hollabrunner Gruppe ein Quartier in unmittelbarer Nähe des Petersplatzes, zehn Minuten Gehweg zum Vatikan. Dieser wurde schon am ersten Abend besucht und Informationen zur Generalaudienz mit Papst Franziskus am folgenden Tag wurden eingeholt.

Die Papstaudienz fand am Mittwoch bei herrlichem Wetter statt. Eine Gruppe reservierte schon ab 7:30 Uhr Plätze im ersten und zweiten Sesselblock - zwei Meter entfernt vom Weg, an dem später der Papst vorbeifahren sollte. Bevor Papst Franziskus zu sehen war, wurden alle angemeldeten Gruppen begrüßt - natürlich auch diejenige aus der HTL Hollabrunn. 

Dann war es soweit - der Papst fuhr im offenen Wagen an den Besuchergruppen vorbei. Manchmal blieb er stehen, vor allem um Kinder direkt zu segnen. Nach dieser Tour sprach der Papst über das Zusammenleben in der Familie, wobei er zu Umgangsformen wie Bitte, Danke und Entschuldigung sagen aufrief. Nach der Übersetzung in mehrere Sprachen folgte noch ein gemeinsames Vaterunser.

Nach diesem Erlebnis stand ein etwas anderer Programmpunkt an - der Besuch des Olympiageländes mit dem Fußballstadion des AS Roma, welches aber nicht betreten werden konnte.

Weiters standen an diesem abwechslungsreichen Tag der Besuch der Piazza del Popolo mit einem Bummel durch die Einkaufsstraße und zwei der vier Hauptkirchen Roms (Santa Maria Maggiore und San Giovanni in Laterano) mit vielen Informationen von Dr. Hölscher auf dem Programm.

Am nächsten Tag traf die Gruppe auf der Piazza Navona einen Salzburger Theologiestudenten, welcher einen weiteren Teil der Stadtführung übernahm: Pantheon, Trevi-Brunnen, Spanische Treppe, Kolosseum, Circus Maximus, Forum Romanum und die Basilika St. Paul vor den Mauern.

Ein kleiner Teil der Gruppe erhielt am Nachmittag die Gelegenheit mit Mag. Kriechbaum das ATP-Tennisturnier zu besuchen. Bei den Viertelfinalspielen konnte man aus der Nähe Raffael Nadal und Roger Federer beim Siegen beobachten, aber auch der Österreicher Dominik Thiem war zu bewundern.

Der Tag klang - nach dem Besuch einer Messe - in einer beliebten Pizzeria im Stadtteil Trastevere aus.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Petersdoms, von dessen Kuppel die Gruppe einen tollen Ausblick auf Rom genießen konnte. Auch die unterirdischen Papstgräber waren einen Besuch wert.

Nach einer Mittagspause besichtigten die SchülerInnen die Engelsburg und überquerten die Engelsbrücke zu einer Gelateria, wo sie nach den ereignisreichen, aber auch anstrengenden Tagen - einige werden sicher schon lange nicht mehr so viele Kilometer zu Fuß unterwegs gewesen sein - ein letztes "römisches" Eis genossen haben.

Am Abend fuhren die Teilnehmer vom römischen Hauptbahnhof Termini in einer Nacht im Liegewagen heimwärts.

Zum Abschluss sei noch gesagt, dass die Exkursion die SchülerInnen kulturell und wissensmäßig bereicherte und sie einen lebendigen Unterricht erlebten.