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24.04.2009

Was HTL-SchülerInnen schon immer über die EU wissen wollten!

Am Montag, dem 20. April 2009 um 10 Uhr erhielten die SchülerInnen der HTL Hollabrunn, die sich bereits im Unterricht ausführlich mit der am 7. Juni stattfindenden EU-Wahl beschäftigt hatten, die Gelegenheit auch mit PolitikerInnen über dieses Thema zu diskutieren.

Zeit, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen, fanden die Spitzenkandidatin der Grünen, NRAbg. Mag. Ulrike Lunacek, der Spitzenkandidat der SPÖ, EU-Abg. Dr. Hannes Swoboda, und der bis 2008 als Europa-Sprecher der ÖVP-NÖ tätige LAbg. Mag. Karl Wilfing. Trotz Zusage war es dem Vertreter der FPÖ, Herrn Udo Landbauer - er kandidiert für die FPÖ bei der EU-Wahl - nicht möglich, den Termin wahrzunehmen.

Nach der Begrüßung durch Abteilungsvorstand HR Dr. Franz Surböck in Vertretung von Direktor HR Dr. Thomas Dietmaier und einer kurzen Vorstellungsrunde der PolitikerInnen berichtete Dr. Swoboda, der seit 1996 im EU-Parlament tätig ist, über die Arbeit eines österreichischen EU-Abgeordneten. Im Anschluss begann die Diskussionsrunde, geleitet von Mag. Elisabeth Kainz. Auf die Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass die Türkei der EU beitreten wird, waren sich die drei anwesenden PolitikerInnen ziemlich einig, dass die Türkei zwar ein wichtiger Partner sei, man auch ein gutes Verhältnis zu diesem Land aufrechterhalten sollte, dass die Beitrittsverhandlungen allerdings zur Zeit nicht erfolgreich verlaufen und daher in absehbarer Zeit keine Aufnahme erfolgen werde. Ein weiteres wichtiges Thema war natürlich die Wirtschaftskrise; die SchülerInnen wollten erfahren, was die EU gegen die steigende Arbeitslosigkeit unternimmt. Viele weitere Bereiche wie der Vertrag von Lissabon, das Verbot der Glühbirnen usw. wurden ebenfalls besprochen. In der eineinhalbstündigen Diskussion konnten sich die ErstwählerInnen ein Bild über die VertreterInnen im EU-Parlament machen. Die anwesenden PolitikerInnen betonten zwar die Bedeutung der EU, sprachen aber auch von "Neuorientierung".

Wie groß das Interesse der 16-, 17- und 18-Jährigen tatsächlich ist, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, wird man spätestens am 7. Juni sehen. Eine spannende Erkenntnis wird auch sein, ob unsere Jugend positiv zur EU eingestellt ist oder doch zu den EU-Skeptikern zählt.