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Elektronik und Technische Informatik - Entscheide Dich für die Zukunft (pdf-Datei - zum Öffnen bitte anklicken)
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16.06.2010

3. Platz beim Jugend Innovativ Finale

Die großartigen Erfolge der Schüler der Elektronik Abteilung der HTL Hollabrunn reißen nicht ab!

Hannes Höttinger und Matthias Kitzler erreichten beim Bundesfinale des Jugend Innovativ Wettbewerbes 2010 den dritten Platz in der Kategorie Science mit ihrer Diplomarbeit "Cosmic Ray-Detector with LAN-Interface". Im Raiffeisenzentrum in Wien wurden in einer sehr schönen Veranstaltung die Preisträger von Bundesminister Mitterlehner geehrt.

Jugend Innovativ ist ein Schulwettbewerb für innovative Ideen aus den Bereichen Business, Design, Engineering, Science und Klimaschutz. Seit über 20 Jahren beweisen Österreichs Schülerinnen und Schüler, dass Innovation nicht nur eine Sache der "Erwachsenen" ist, indem sie geniale Ideen und Entwicklungen im Rahmen von Jugend Innovativ der Öffentlichkeit präsentieren und damit zeigen, welches Kreativitäts- und Innovationspotential in Österreichs Schulen steckt!

Das Institut für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (HEPHY) will als astrophysikalisches Experiment ein Netzwerk von Beobachtungsstationen (an verschiedenen Schulstandorten in Österreich) zur Messung der kosmischen Strahlung aufbauen. Da die am Markt verfügbaren Messgeräte den finanziellen Rahmen des Projektes übersteigen, wurde in der Diplomarbeit der Absolventen Kitzler und Höttinger aus der Elektronik Abteilung der HTL Hollabrunn versucht einen "low-cost-Cosmic-Ray-Detector" zu entwickeln.

Derzeit sind die Auswirkungen von kosmischer Strahlung auf den Menschen und auf die Umwelt noch nicht im Detail erforscht, aber es wird vermutet, dass die kosmische Strahlung unter anderem die Zellstruktur des Menschen verändern kann und das Klima beeinflusst. Kosmische Strahlung ist eine hochenergetische Teilchenstrahlung aus dem Weltall. Durch Wechselwirkung mit Gasmolekülen in der Erdatmosphäre entstehen Teilchenschauer mit einer hohen Anzahl von Sekundärteilchen, welche bis zur Erdoberfläche gelangen. Diese Teilchenschauer können mit einem Szintillatorkristall erfasst werden. Der Szintillatorkristall wird beim Durchgang von diesen energiereichen Teilchen angeregt und gibt die Anregungsenergie in Form von grünem Licht wieder ab. Diesen Vorgang wird als Szintillation (scintillare: funkeln) bezeichnet. Mit einem Photomultiplier werden diese Lichtblitze erfasst und in kurze elektrische Impulse umgewandelt. Um Fehlmessungen durch das Dunkelrauschen zu vermeiden, wurde die Impulserfassung doppelt ausgeführt. Es muss  also ein kosmisches Teilchen beide Szintillatorkristalle durchqueren um detektiert zu werden.