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11.11.2008

Hightech für Ecuador

Jakob Winkler, Absolvent des Jahrgangs 2004 der Abteilung für Elektronik an der HTL Hollabrunn, wurde bei seinem Zivil-Ersatzdienst in Ecuador mit einer wichtigen Frage der dortigen Bauern konfrontiert: "Wie kann ich mit möglichst wenig Wasser meine Felder ausreichend bewässern?"

Mit der Idee, jene Bauern, die noch keine Erfahrungen mit künstlicher Bewässerung haben, durch ein elektronisches Gerät zu unterstützen, konnte er die Schüler Dörr, Weber und Weinwurm der beiden heurigen Elektronik-Abschlussklassen und ihren Betreuer DI Dum begeistern. Das Projekt "Umweltmesstechnik" war geboren.

erster Prototyp

erster Prototyp

Projektgruppe

Projektgruppe

Sehr bald wurde klar, dass das Gerät zur Abschätzung der Bodenfeuchtigkeit extrem einfach und ohne Lesekenntnisse bedienbar sein muss und außerdem kaum mehr kosten darf als der Feuchtigkeitssensor selbst. Für die Schüler, die bei ihrer Ausbildung an der HTL Hollabrunn gewohnt sind, mit Produkten für eine Hightech-Gesellschaft umzugehen, ist es eine interessante Herausforderung, ein Gerät für den Einsatz in einem Schwellenland mit hohem Analphabetismus zu entwerfen. Mit der Problematik des Bewässerns von Ackerboden sind die drei Schüler als Bauernsöhne vertraut. Trotzdem war die Messtechnik zur Bodenfeuchtigkeitsmessung für sie Neuland.

Der ecuadorianische Auftraggeber des Projekts, Jorge Merino, ein Landwirtschaftsingenieur, der derzeit in Holland ein Universitätsprogramm absolviert, versorgte die Schüler zu Projektbeginn per E-Mail (in Spanisch oder Englisch) mit den notwendigen Informationen und lieferte auch die vorgesehenen Feuchtigkeitssensoren.

Die Firmen PlantCare AG (Ch), Gardena (A) und Weninger (A) stellten den Schülern kommerziell erhältliche Bodenfeuchtigkeitsmessgeräte bzw. -sensoren unentgeltlich zur Verfügung, die es ihnen erlauben, Vergleichsmessungen auch an der HTL Hollabrunn durchzuführen. Die dazu nötigen Bodenproben mit den unterschiedlichen Erdetypen stammen zum Teil aus den elterlichen Betrieben im Wein- und im Waldviertel.

Die ersten Laborversuchsmuster mehrerer Konzepte werden bereits getestet, und alle sind zuversichtlich, dass bis zum Projektende Versuchsmuster für einen Feldversuch vorliegen werden.